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Muster am Rande des NichtsVon Detlev von Oppeln 164 SeitenSoftcover ISBN 978-3-89794-999-7 10,00 EUR |
Wie kann eine für uns denkbare Vorstellung vom Nichts aussehen? Was ist das Sein? Gibt es Sein und Nichts ohne uns? Welche Rolle spielen wir im Sein? |
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Was ist, wenn alles Sein nicht mehr ist, was ist dann, was folgt dann, das Nichts? Wie sollte je wieder etwas sein, wenn alles zu nichts wird. Da wir uns nicht vorstellen können, daß alles zu nichts wird, weil wir nicht ohne etwas denken können, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, es gibt gar kein Nichts, oder, das Nichts ist nicht nichts. Gegen die erste Überlegung spricht, daß das Nichts bereits durch seine Benennung zu etwas wird, und gegen die zweite, daß aus nichts unserer Erfahrung nach nichts wird. Wie es bereits seine Bedeutung vorgibt, kann das Nichts nicht wirklich sein. Denn was sollte das sein, das nicht ist. Andererseits transformieren wir das Nichts durch sein Aufzeigen zu etwas, das ist. Wie sollen wir diesen Widerspruch lösen? Wie kann eine für uns denkbare Vorstellung vom Nichts aussehen? Was ist das Sein? Gibt es Sein und Nichts auch ohne uns? Welche Rolle spielen wir im Sein? Was geschieht mit unserem Universum? Wird es immer oder irgendwann nicht mehr sein? Damit, und mit vielen anderen philosophischen Fragen befaßt sich die vorliegende Arbeit. Gemeinsam mit unserem Universum werden wir uns als ein Muster am Rande des Nichts erleben, in dem Sein und Nichts einen ständigen Wechsel miteinander vollziehen. Wir werden uns fragen, wie wir in diese Wechsel zwischen Sein und Nichts geraten konnten, und ob es nicht besser ist, wenn es uns Menschen nicht mehr gibt. Wir werden tote und lebende Wesen nach ihrem jeweiligen Sinn hinterfragen, und untersuchen, ob hinter allem und jedem vielleicht eine Gesetzmäßigkeit steckt, die Sein und Nichts auch über unser Dasein hinaus erhält. Viele Bereiche, mit denen sich die Ontologie, die Philosophie des Seins, beschäftigt, werden in dieser Arbeit angesprochen. Wir befassen uns nicht nur mit dem Sein und dem Nichts, sondern auch mit vielen anderen Gegensätzen wie Liebe und Haß, Ruhe und Bewegung, Körper und Geist, Zeit und Raum, Materie und Energie. Vor allen Dingen werden wir das Verhalten eines Gegensatzpaares, der Trennung und der Vereinigung, untersuchen. Mit Hilfe dieser beiden Begriffe betrachten wir im Folgenden verschiedene Muster zwischen Sein und Nichts. Ein Überblick über diese Arbeit bietet die Zusammenfassung am Schluß des Buches, die Einführung ermöglicht eine Eingliederung in den philosophischen Kontext. Ansonsten sind die Kapitel in ihrer vorgegebenen Reihenfolge zu verstehen.
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Wissen ist möglich, solange wir es als ein relativ menschliches verstehen. 200 Jahre nach Immanuel Kant sollten wir uns wieder verstärkt um grundlegendes Wissen bemühen, auch wenn wir nicht wissen, wie die Welt ohne unsere Sinne oder unseren Verstand tatsächlich ist. Aber ist das erforderlich? Reicht es nicht, uns Wissen anzueignen, das uns zur eigenen Orientierung hilfreich sein kann? Große Philosophenfragen wie „Wer bin ich?“ „Warum bin ich?“ „Wie oder wo bin ich?“ sollten wieder gestellt werden, auch wenn die Antworten darauf relativ ausfallen. Der Autor trug in jahrelanger Arbeit allgemeines menschliches Wissen zusammen. Er stellte fest, daß wir viel mehr wissen, als wir zu wissen glauben. Parallelelen aus allen Kulturkreisen taten sich ihm auf. Er untersuchte verbreitete Erkenntnisse wie „Alles fließt“, „Sich irren ist menschlich“, „Alles Entstandene vergeht“ oder „Aus nichts wird nichts“. Seine Neugierde richtete sich auf die vielen Gegensätze oder Widersprüche, die sich bei ihm im Laufe der Jahre ansammelten, bis er zu dem Schluß kam, daß sich unser Dasein allein durch Gegensätze beschreiben läßt. Anhand eines Gegensatzpaares, dem der Trennung und Vereinigung, begann er, die Welt, wie wir sie kennen, geistig zu durchforsten. Er entdeckte alles von neuem, das Sein, das Nichts, Tiere, Pflanzen, unsere Welt und die Widersprüche unseres menschlichen Daseins. Er hatte sich im Kreis gedreht, aber zugleich eine philosophische Methodik verfolgt, die ihm bereits bei Heraklit aufgefallen war: das Denken in Gegensätzen. Dieses Denken ermöglichte es ihm, nicht nur das Sein als einen Gegensatz zu begreifen, sondern auch das Nichts als einen gegensätzlichen Gegensatz zu verstehen. Den Sinn des Menschen fand der Autor in einem ihm sinnlos erscheinenden Aufbegehren gegen den ständigen Wechsel von Sein und Nichts, aber auch in der Würdigung des Augenblicks, der zwischen beiden steht und beachtenswerte „Muster am Rande des Nichts“ hervorbringt. Weiteres auch auf der Homepage des Autors: www.philosophenfragen.de |